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Was tun gegen Moos im Rasen?

Moos im Rasen schränkt die Nutzung der Rasenfläche sehr ein – unter feuchten Bedingungen wird er sehr rutschig. Das am häufigsten auftretende Moos ist in Mitteleuropa das sogenannte Sparrige Kranzmoos (Rhytidiadelphus squarrosus).

Auf keinen Fall sollte bei Moosbefall im Garten zu schnell zu chemischen Mitteln gegriffen werden. Das führt nicht immer zum gewollten Ergebnis. Der Erfolg ist nämlich nur von kurzer Dauer, wenn die Ursache des Befalls nicht genau eruiert wird. Die Bodenbedingungen müssen vorab geklärt werden und die Beratung vom Experten ist dabei eine sehr gute Lösung.

Nach der Ermittlung der Ursache für den Moosbefall gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten um die richtige Strategie zu wählen, um das Moos zu beseitigen. Die Möglichkeiten dabei reichen vom regelmäßigen Düngen, der Entfernung von Schattenquellen, dem Beseitigen von Bodenverdichtungen und Staunässe über Besandung bis hin zum Kalken. Bei gewissen Moosarten kann sogar vertikutiert werden oder mit scharfen Rechen Abhilfe geschaffen werden. Anschließen sollte der Rasen gedüngt werden. Das fördert die Konkurrenzfähigkeit der Gräser.

Rasendoktor Tipp: Zur Prophylaxe gegen Moos im Rasen können zudem Spezialdünger mit Eisen verwendet werden. Dieser hilft durch Stärkung der Gräser Moosbefall im Rasen vorzubeugen und vorhandenes Moos  zurückzudrängen.

Moosbefall kann auf einige Faktoren zurückgeführt werden:

  • Zu tiefer Schnitt beim Mähen: Um Moos keine Chance zu geben, sollte der Rasen nicht kürzer als 5-7 cm gemäht werden.

Rasendoktor-Tipp: Nach dem Urlaub sollte der Rasen beim ersten Schnitt auf die Hälfte, ab dann wieder auf die normale Höhe geschnitten werden.

  • Nährstoffmangel im Boden: Bei Nährstoffmangel im Boden ist Düngen die effizienteste Maßnahme.
  • pH-Wert unter 5: Bei einem pH-Wert unter 5 kann sich Moos besonders gut ausbreiten. Mit Hilfe von Kalkdüngern kann der pH Wert auf einem idealen Wert zwischen 5-7 gehalten werden.
  • Verdichtung & Bodennässe: Das ist oft der Fall bei schweren oder verdichteten Böden.

Ist der Moosbefall bereits sehr weit fortgeschritten, kann die Fläche neu angesät werden. Davor sollte jedenfalls vertikutiert werden – anschließend wird der Boden mit einer Stachelwalze bearbeitet und Sand in den Boden eingebracht. Danach muss die Fläche ausreichend gegossen werden.

Rasendoktor-Tipp: Beim Nachsäen ist es sehr wichtig, dass wieder die ursprünglich gesäte Mischung verwendet wird.

Die Saat wird dann sorgfältig angewalzt. Die Rasenfläche darf danach für drei Wochen lang nicht betreten werden muss dringend feucht gehalten werden, damit die Samen zu keimen beginnen können.
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