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Was tun gegen Hirse im Rasen?

Hirse breitet sich besonders gut in einer neu angelegten, ausgedünnten und lückenhaften Grasnarbe, und bei einer Bodentemperatur von 20-22°C aus. Ein neu angelegter oder frisch bearbeiteter Boden ohne Beschattung ist also der perfekte Nährboden für Hirse. Hirse ein eher grobes Gras, das im Rasen andere Gräser schnell überwuchert. Am erfolgreichsten ist Hirse in der Anfangsphase zu bekämpfen.
Hirse ist nicht in der Lage zu überwintern – ab dem ersten Frost stirbt Hirse ab. Jedoch hat Hirse die Fähigkeit samen für die nächste Vegetationsperiode anzulegen.

Warum entsteht Hirse auf Rasenflächen?

Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Hirse keimen kann: Kahle Stellen im Rasen und warmes, trockenes Wetter. Um keimen zu können, braucht Hirse Bodenfläche – darum sind kahle Rasenstellen besonders oft von Hirse betroffen. Auch Wärme ist ein Faktor, den Hirse zum Keimen vorfinden muss. Wenn das Wetter besonders warm ist, kann Hirse bereits Ende Mai zu keinem beginnen. Auffällig sind die hellen, breiten Gräser der Hirse, die sobald sie bestocken Horste bilden und dadurch andere Gräser verdrängen.
Wenn der pH-Wert des Bodens sauer ist, kann sich Hirse leicht ausbreiten. Es ist dann sinnvoll, den Rasen zu kalken, um das Wachstum der invasiven Pflanze zu unterbinden.

Wann sollte Hirse bekämpft werden?

Am erfolgreichsten ist Hirse in der anfänglichen Wachstumsphase zu bekämpfen. Rasenschnitte sind für Hirse kein Problem, es bildet dadurch sogar kurze Blütenstiele, die dann unter Schnitthöhe zu blühen beginnen können. Das ist unbedingt zu vermeiden. Wenn Hirse einmal blüht, und dadurch Samen bildet können bis zu 15.000 Samen pro Pflanze produziert werden.

Umweltfreundliche Alternative – Hirse manuell bekämpfen:

Eine Alternative zu Pflanzenschutzmitteln, wie Extra Hirsefrei, ist, die Hirsepflanzen auszureißen oder auszustechen. Die Wurzeln müssen aus dem Boden entfernt werden. Wichtig dabei ist Konsequenz – sobald neue Hirsepflanzen im Rasen entdeckt werden, muss sofort gehandelt werden.

Wie kann man Hirse vermeiden?

Wenn die Grasnarbe schon im Frühling sehr dicht ist, wird Hirse sehr schwer aufkommen. Dafür kann gesorgt werden, wenn im Frühling eine erste Düngung mit dem passenden Dünger stattfindet. Wir empfehlen den Rasendünger für den Frühling und die Neuansaat. Hirse hat dann keine Chance und außerdem kann somit auch auf Herbizide im Garten verzichtet werden.

Um im Frühjahr eine geschlossene Rasendecke zu generieren, sollte schon im Herbst vertikutiert werden – das erschwert der Hirse im Frühjahr das Wachsen. Auf keinen Fall sollte in der heißen Zeit vertikutiert werden. Der Grund: Die Lücken können sich danach nicht mehr schnell genug schließen. Anschließend sollte die Fläche nachsäen und mit Rasendünger NPK 20-5-20 gedüngt werden. Bestmöglich sollte Hirse bei Wiederauftreten rasch entfernt werden. Der Samen der Hirse überlebt bis zu 80 Jahre im Boden! Wenn der Rasen nicht dicht genug ist oder schwächelt, reichen wenige Sonnenstrahlen um ihn keimen zu lassen. Hirse stirbt im Herbst, hinterlässt jedoch kahle Stellen, welche wiederum nachgesät werden sollten.

Rasendoktor-Tipp: In Österreich darf auch das Pflanzenschutzmittel Extra Hirsefrei verwendet werden.

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