Veröffentlicht am

Rasen kalken

🌱 Rasen kalken mit dem Rasendoktor

Pflegetipp: Rasen kalken! So kalken Sie Ihren Rasen richtig! Kohlensaurer Kalk wird in der Landwirtschaft und im Gartenbau sehr häufig verwendet, um die Bodenstruktur, die pH-Werte sowie die Verfügbarkeit und den Austausch von Nährstoffen im Boden zu verbessern. All diese Vorzüge gelten auch für den Rasen im Privatgarten. Der Kalk verbessert die Bodenqualität, um für den Rasen die optimalen Wachstumsbedingungen zu schaffen.

So kalken Sie ihren Rasen

Der Boden im Garten ist ausschlaggebend dafür, wie viel Kalk hilfreich oder unbedingt nötig ist. Bei sauren Böden, bei denen ein pH-Wert deutlich unter 7 vorliegt, ist die Verfügbarkeit bestimmter Nährstoffe stark eingeschränkt. Außerdem sind die Bedingungen für Moose förderlich. In diesem Fall sollte der Kalk ein oder sogar zwei Mal jährlich ausgebracht werden. Der pH-Wert eines Bodens ist nur durch eine Bodenanalyse ganz exakt festzustellen. Selbst wenn der Boden eher sandig und nicht sehr sauer ist, kann Kalk hilfreich sein. Die Nährstoffe aus verwendeten Düngern können besser gehalten werden und sind länger für die Pflanze verfügbar.

Wann den Kalk aufbringen?

Optimal ist es, den Rasen zum Frühlingsanfang zu kalken, nachdem der Boden nicht mehr gefroren ist. Im Idealfall wird nach einer Auflockerung der Grasnarbe und des Bodens, beispielsweise durch Vertikutieren oder Aerifizieren/Spiken, gekalkt. Durch die Lockerung des Bodens kann das Granulat besser in den Boden eindringen und seine Wirkung entfalten. Sollte zeitnah kein natürlicher Niederschlag folgen, empfiehlt es sich, mehrfach gut zu wässern, bis sich die Körner lösen.

Frühestens nach 4 Wochen kann der Rasen erneut gekalkt werden. Die Ausbringung von Kalk im Herbst ist nicht zu empfehlen, da die kurzfristige Erhöhung des pH-Wertes in der Oberfläche Rasenkrankheiten wie Schneeschimmel fördern kann.

Vor dem Kalken sollte der pH-Wert des Bodens bestimmt werden. Dies funktioniert ganz einfach mit einem Schnelltest aus dem Gartenfachhandel. Im Garten werden an unterschiedlichen Stellen Bodenproben entnommen. Diese werden dann in einem Eimer miteinander vermischt, damit eine Durchschnittsprobe der Gartenerde entsteht.

So wird’s gemacht:

  • 100g der Bodenprobe in ein leeres Einmachglas geben.
  • Diese mit 100ml destilliertem Wasser vermischen.
  • Erde mit Wasser durch SchĂĽtteln des Glases gut vermischen – 10 Minuten warten.
  • Der pH-Teststreifen wird in die FlĂĽssigkeit des Glases getaucht.
  • Die Verfärbung des Teststreifens gibt den pH-Wert des Bodens an.

Rasendoktor-Tipp: Um eine fundierte Bodenanalyse zu bekommen, können Bodenproben von einem Labor untersucht werden. Dafür werden an ca.10 Stellen am Rasen Bodenproben entnommen. Diese werden verpackt und beschriftet an ein Labor gesendet. Dieses untersucht die Probe und analysiert die Zusammensetzung des Bodens. Der Vorteil dieser Analyse ist, dass sie Aufschluss über den Boden und hinsichtlich des Bedarfs an Dünger und Kalk gibt. Für eine Nährstoffanalyse sollte die letzte Düngerausbringung mindestens 1 Monat zurückliegen.

Zurück zu „Rasenpflege“