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Rasen nachsäen

Um Lücken und kahle Stellen im Rasen zu schließen, empfiehlt es sich, Rasen nachzusäen. Auch bei moosbefallenen oder stark vertikutierten Rasenflächen kann es von Zeit zu Zeit notwendig sein, Rasen nachzusäen. Man bringt dadurch neue Gräser in den Bestand ein, die die Widerstandskraft der gesamten Rasenfläche verbessern und eine dichtere Rasennarbe erzeugen.

So säen Sie Rasen richtig nach

Die richtige Saatgutmischung muss vorab gewählt werden. Es gibt für verschiedene Probleme ganz spezielle Saatgutmischungen, die zum Beispiel auf eine komplette Neuansaat oder auf das Schließen einzelner Lücken und Schadstellen ausgelegt sind. In diesem Beispiel wählen wir eine RSM-Regenerationssaat, um einen lückenhaften Rasen schnell auf Vordermann zu bringen.

Zunächst sollten die Kahl- und Schadstellen von Moos, Unkraut, gröberen Steinen und totem Pflanzenmaterial befreit werden. Vertrockneter Rasen oder nach Krankheitsbefall abgestorbene Gräser lassen sich beispielsweise gut mit einem groben Besen „ausbürsten“.
Danach sollte der Boden leicht gelockert und wieder etwas plattgedrückt werden. Bei sehr hartem oder lehmigem Boden empfiehlt es sich, ein wenig Sand einzuarbeiten.

Hilfsgeräte wie der Mini-Spiker vereinfachen das Einarbeiten von Saatgut und verursachen gleichzeitig eine Durchlüftung des Bodens.
Danach wird das Saatgut per Hand in die nachzusäenden Stellen gestreut. Hier kann man die Saat zu 30-50% mit Sand strecken, um die Ausbringung zu erleichtern und sehr feines Saatgut besser zu verteilen. Jede Saatgutmischung hat eine eigene Empfehlung für die auszubringende Menge, da die Anteile der Sorten und deren Gewichtsprozente variieren.

Rasen nachsäen mit Mini-Spiker
Rasen nachsäen mit Mini-Spiker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei größeren Flächen empfiehlt sich der Einsatz eines Schleuder- oder Kastenstreuers. Diese verursachen ein einheitliches Streubild und damit einen gleichmäßigen Bewuchs.

Nachdem die Saat ausgebracht wurde, ist das Bewässern sehr wichtig. Bis die Saat vollständig gekeimt ist, sollte die Oberfläche feucht gehalten werden. Längere Trockenphasen erschweren die Keimung oder lassen junge Gräser absterben. An heißen Tagen sollte daher mehrfach gewässert- oder ein Rasensprinkler genutzt werden.

Für junge Gräser ist die passende Düngung entscheidend. Eine phosphorbetonte Düngung unterstützt die Keimung und den Wuchs der Pflanze. Diese häufig „Starterdünger“ genannten Produkte können gemeinsam mit der Saat oder kurz nach der Keimung gestreut werden. Auch organisch-mineralische Dünger sind zu Beginn zu empfehlen.

Rasen nachsäen: Anleitung zur richtigen Nachsaat eines Rasens

 

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