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Was bedeutet die Bezeichnung RSM bei Saatgutmischungen?

Die Abkürzung RSM steht für Regel-Saatgut-Mischung. Darunter versteht man im Garten- und Landschaftsbau, ein vorgegebenes Mischverhältnis von Saatgut. Dieses Mischverhältnis verschiedener Gräsersorten ist abhängig vom Verwendungszweck des Saatgutes.

In Deutschland und Österreich werden die Regel-Saatgut-Mischungen durch die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. festgelegt. Aktuell umfasst das Spektrum 410 verschiedene Gräsersorten aus 10 unterschiedlichen Arten. Bei nach RSM-Grundlagen zusammengestelltem Saatgut wird die Sicherheit gewährleistet, optimal abgestimmte Rasensamen zu erhalten, die immer den gleichen hohen Qualitätsansprüchen genügen. Bei einem späteren Nachkauf von Saatgut kann man sich daher bei einer bestimmten RSM immer sicher sein, wieder exakt die gleiche Mischung zu bekommen.

Hochwertige Regelsaatgutmischungen aus ausgewählten Gräsern

Im Gegensatz zu preislich sehr günstigen Rasensamen, zum Beispiel aus Discountern oder einigen Baumärkten, stellt ein RSM-Saatgut hohe Anforderungen an die verwendeten Gräsersorten. Diese Anforderungen unterscheiden sich je nach Anwendungsgebiet und RSM-Nummer. In diese Gräsersorten fließt sehr viel Forschung und Entwicklungsarbeit, wobei verschiedene Qualitätsmerkmale wie sichere Keimung und deren Geschwindigkeit, Krankheitsresistenz, Trocken-, Hitze-, und Schattentoleranz, einheitlicher Wuchs und Farbe sowie Sortenreinheit nur einige Punkte sind. Setzt man auf das richtige RSM-Saatgut, angepasst auf die Bedingungen im eigenen Garten, ist ein widerstandsfähiger Rasen, der höchsten Ansprüchen genügt, gewährleistet.

RSM und zugehöriger Rasentyp

  • RSM 1: Zierrasen bzw. Galarasen
  • RSM 2: Gebrauchsrasen bzw. Universalrasen
  • RSM 3: Sportrasen und Spielrasen
  • RSM 4: Golfrasen
  • RSM 5: Parkplatzrasen
  • RSM 6: Dachbegrünung
  • RSM 7: Landschaftsrasen
  • RSM 8: Biotopmischungen

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