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Rasen ABC

Aerifizieren

Unter Aerifizieren versteht man das mechanische Belüften von Rasenflächen. Dies ist immer dann notwendig, wenn der Boden zum Beispiel durch starke Beanspruchung verdichtet wurde oder regelmäßig sehr nass ist. Durch fehlenden Sauerstoff in den Bodenporen wird die Wurzel geschädigt und damit die gesamte Pflanze geschwächt. Beim Aerifizieren werden Löcher in den Boden gestochen und mit Quarzsand wieder aufgefüllt. Dadurch wird die Rasenwurzel besser belüftet, das Wasser kann abrinnen und der Rasen bleibt gesund. Unsere Empfehlungen: Rasenquarz, Rasenlüfter

Ansaat

Eine Neuansaat können Sie ab einer stetigen Bodentemperatur von etwa 8-10°C vornehmen. Sie sollten den Boden zunächst durch Aufrauen, beispielsweise mit unserem Minispiker, vorbereiten. Um Ihre Ansaat optimal zu unterstützen, empfehlen wir Ihnen einen Dünger für Neuansaaten sowie kohlensauren Kalk zu streuen. Dadurch wächst Ihr Rasen schneller und dichter an. Wichtig ist, dass Sie die Produkte nacheinander auftragen. Für einen besseren Bodenkontakt sollte abschließend mit einer Rasenwalze gewalzt werden. Wichtig für das Gelingen der Neuansaat ist auch die Bewässerung. Achten Sie darauf, dass die Ansaat bis zum Auflaufen immer feucht gehalten wird.

Unsere Empfehlungen: Vitalrasen Neuansaat RAS PS-40; Rasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat; Rasendoktor kohlensaurer KalkMinispiker

Bewässern

Nur ein gut bewässerter Boden kann gesunden und dichten Rasen hervorbringen. Bei anhaltender Trockenheit und Hitze sollten Sie mehrmals pro Woche morgens oder abends ausgiebig beregnen. Der Boden sollte bis zu einer Spatentiefe von ca. 10-15 cm feucht sein. TIPP: Bewässern Sie lieber einmal ausgiebig, als öfter und dafür zu wenig.

Besanden

Ist der Boden im Garten zu fest geworden, werden die Rasenwurzeln zu wenig belüftet und das Wasser kann nicht mehr abrinnen. Abhilfe schafft die Auflockerung des Bodens mit Quarzsand. Mähen Sie den Rasen und bereiten Sie den Boden durch Aerifizieren oder Vertikutieren vor. Danach wird Quarzsand per Hand oder mit einem Schleuderdüngerstreuer ausgebracht. Regelmäßiges sanden ist darüber hinaus eine Möglichkeit, die Aktivität von Regenwürmern einzuschränken.

Unsere Empfehlung: Rasenquarz

Bodenanalyse

Um Ihren Boden wie ein Profi mit Nährstoffen zu versorgen, haben Sie die Möglichkeit, eine Bodenanalyse durchführen zu lassen. Die Probe wird dazu in einem Labor auf Nährstoffmängel und Beschaffenheit des Bodens untersucht. Durch die Analyseauswertung kann festgestellt werden, welche Nährstoffe Ihrem Rasen fehlen. Eine professionelle Bodenanalyse kann zudem auch Rasenkrankheiten vorbeugen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Abklärung eventueller Nährstoffmängel in Ihrem Garten.

Calcium (Ca)

Ausreichend vorhandenes Calcium hilft der Pflanze bei Hitze- und Trockenstress. Calcium ist ein wichtiges Element, das hohen Einfluss auf den pH-Wert im Boden hat und zugleich die Transpiration in der Pflanze regelt. Der pH-Wert bestimmt die Verfügbarkeit der Nährstoffe im Boden. Er sollte nicht zu niedrig sein und kann durch kalken geregelt werden. Calcium kann in Form von kohlensaurem Kalk ausgestreut werden.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor kohlensaurer Kalk

Chlorophyll

Das Chlorophyll ist der grüne Blattfarbstoff, den Pflanzen herstellen, um Photosynthese betreiben zu können. Das Chlorophyll absorbiert Licht, welches als Energie für die Produktion von Zucker genutzt wird. In der Mitte eines jeden Chlorophyllmoleküls befindet sich Magnesium, umrandet von Stickstoff. Diese Elemente sollten über einen guten Dünger ausgebracht werden, damit die Rasenpflanzen gesund und leistungsfähig bleiben.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Rasendünger für jede Jahreszeit

Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)

Deutsches Weidelgras ist sehr strapazierfähig, hat eine gute Wurzelfestigkeit und wird vor allem auf stark genutzten Rasenflächen verwendet. Es eignet sich aufgrund seiner schnellen Keimung (7-14 Tage) sehr gut für Nachsaaten.

Unsere Empfehlung: Regenerationsprofi Nachsaat PS-48

Düngen

Mit jedem Rasenschnitt werden Nährstoffe von Ihrem Rasen entfernt. Geben Sie Ihrem Rasen die verlorenen Nährstoffe durch regelmäßiges Düngen mit hochwertigen Rasendüngern (je nach Jahreszeit) zurück, um ihn strapazier- und widerstandsfähig sowie sattgrün, dicht und unkrautfrei zu halten. Ein Rasen auf sandigem Boden benötigt mehr Nährstoffe als ein Rasen auf Mutterboden.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und NeuansaatRasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst

Eisen

Eisen ist sehr wichtig bei der Chlorophyllherstellung und spielt eine Rolle bei der Energieproduktion. Eine Eisendüngung erzeugt eine sehr schnelle Grünfärbung der Pflanze.

Frühjahrspflege

Nutzen Sie den Wachstumsschub der Pflanzen im Frühjahr. Sobald der Boden getrocknet ist wird der Rasen das erste Mal nach dem Winter gemäht. Danach wird die Fläche vertikutiert um den angewachsenen Rasenfilz oder abgestorbene Halme aus dem Boden zu entfernen. Entsorgen Sie das herausgearbeitete Material, um die Licht- und Luftzufuhr nicht zu behindern. Nutzen Sie das Frühjahr auch für eine ganzflächige Nachsaat, um den Rasen dichter werden zu lassen. Sorgen Sie dafür, dass die Ansaat in der Anwachszeit ständig feucht bleibt.

Unsere EmpfehlungenRasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat;  Regenerationsprofi Nachsaat PS-48; Rasendoktor kohlensaurer Kalk

Herbstpflege

Da im Herbst die Hitze nicht mehr so groß ist, wird der Rasenmäher wieder um eine Stufe höher gestellt. Laub sollte vom Rasen regelmäßig entfernt werden, da es die Licht- und Luftzufuhr behindert und einen Herd für Pilzkrankheiten darstellt. Düngen Sie Ihren Rasen im Herbst mit einem speziellen Herbstdünger mit erhöhtem Kaliumanteil, da dieser Ihren Rasen stärkt und auf den Winter vorbereitet. Hohe Stickstoffgaben im Herbst machen das Blatt hingegen weich und krankheitsanfällig.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst 

Huminsäure

Als Huminsäuren bezeichnet man Huminstoffe, diese in Humusböden, Torf und Braunkohle natürlich vorkommen. Huminsäuren besitzen in Humusböden eine wichtige Funktion um die Widerstandskraft gegenüber Pflanzenkrankheiten und Stressfaktoren zu schützen. Huminsäuren verhindern eine schnelle Auswaschung der Nährstoffe vor allem in sandigen Böden.

Unsere Empfehlung: Huminspezialdünger – bei schlechten Böden im Garten

Kalium (K)

Kalium trägt zur Regulierung des Wasserhaushaltes in der Zelle bei und hat weitere wichtige Funktionen, zum Beispiel beim Öffnen und Schließen der Schließzellen (Gasaustausch). Rasen und Pflanzen benötigen es deshalb, um gegen äußere Einflüsse wie Hitze und Kälte sowie Krankheiten besser bestehen zu können. Kalium sorgt für eine höhere Frostresistenz.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Rasendünger  für Sommer und Herbst

Kalk

Kalken Sie Ihren Boden einmal jährlich. Viele Böden sind zu sauer und zu fest für das feine Wurzelgeflecht der Pflanzen (schlechte Belüftung und Wasseraufnahme). Kalk lockert den Boden und schafft einen ausgeglichen pH-Wert (optimal zwischen 5,5 und 6,5). Zudem erhält Ihr Boden so wichtige Nährstoffe wie Calcium und Magnesium.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor kohlensaurer Kalk

Lägerrispe (Poa Supina)

Poa Supina ist sehr stark belastbar und gehört zu den wenigen Rasengräsern, die auch im Schatten bzw. in voralpinen und alpinen Lagen wachsen können.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Schatten King Schattenrasen PS-21 

Langzeitdünger

Langzeitdünger werden so bezeichnet, weil sie ihre Nährstoffe über einen längeren Zeitraum hinweg freisetzen. Dies verhindert eine zu schnelle Auswaschung der Nährstoffe bei Niederschlägen und gewährleistet eine langfristige, gleichmäßige Versorgung der Pflanzen.

Unsere EmpfehlungenRasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und NeuansaatRasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst

Mähen

Damit Ihr Rasen dicht und weich bleibt, sollten Sie ihn regelmäßig mähen. Im Sommer sollte der Rasen nicht unter vier cm geschnitten werden. Die Gräser bilden dadurch mehr Wurzeln und können so den Wasserhaushalt besser regeln. In schattigen Lagen oder im Frühjahr und Herbst kann der Halm auch eine Länge von fünf cm Länge haben. Das Schnittgut sollten Sie entfernen, um Ihrem Rasen und dem Boden Licht und Luft zu geben. Mähen Sie nie mehr als 1/3 der gesamten Halmlänge auf einmal ab, um den Stress für die Pflanze und damit die Krankheitsanfälligkeit gering zu halten. Besonders wichtig sind scharfe Messer, um einen glatten Schnitt und somit geringe Verletzungen zu verursachen.

Moos

Moospolster verdrängen die Rasengräser. Moos im Rasen wird durch folgende Bedingungen gefördert: Nährstoffmangel, Lichtmangel durch Schatten, Staunässe im Boden, feuchte Flächen durch Tau oder Beregnung und Bodenverdichtung. Durch Vertikutieren, regelmäßiges Düngen und Kalken wird das Moos im Rasen „verdrängt“. Das Ziel ist, optimale Bedingungen für die Rasenpflanze zu schaffen, damit sie sich gegen das Moos durchsetzen kann.

Unsere EmpfehlungenRasendoktor kohlensaurer KalkRasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat; Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst

MU-Tech (Methylen Urea Technologie)

Langzeitstickstoff mit MUtech setzt den Stickstoff kontrolliert frei. Anders als bei anderen Langzeitdüngern ist der Langzeitgehalt von MUtech weder abhängig von der Partikelgröße, noch wird er durch mechanische Zerstörung (mähen) beeinflusst.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Rasendünger – Sicher für Hund und Katz´

Nachsaat

Als „Nachsaat“ wird das Einbringen von Saatgut in einen bereits vorhandenen Pflanzenbestand bezeichnet. Sollten Sie in Ihrem Rasen kahle Stellen entdecken oder ist die ganze Fläche nachzusäen, sollte dafür eine speziell zusammengestellte Saatgutmischung genutzt werden. Mähen Sie die vorgesehene Fläche und rauen Sie den Boden entweder durch Vertikutieren oder mit einem Rechen auf. Danach bringen Sie das Saatgut per Hand oder mit einem Schleuderdüngerstreuer aus. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, die Ansaat mit einem Rasendünger beim Anwachsen zu unterstützen. Achten Sie darauf, dass die nachgesäte Fläche bis zum Auflaufen sehr feucht gehalten wird, um das Anwachsen des Saatgutes zu unterstützen.

Unsere EmpfehlungenRegenerationsprofi Nachsaat RAS PS-48; Rasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat

Nährstoffe (Vorräte, Mangel)

Der Rasen wird ständig beansprucht, beispielsweise durch sportliche Tätigkeiten, spielende Kinder, Tiere oder mähen. Um Belastungen standzuhalten und ein gleichbleibendes Wachstum zu erreichen, entzieht die Pflanze dem Boden die Nährstoffe, die sie für alle Wachstums- und Stoffwechselvorgänge benötigt. Die wichtigsten Nährelemente sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Schwefel, Mangan, Molybdän, Calcium, Bor, Kupfer, Zink und Eisen. Hierbei gilt: Das Wachstum und die Gesundheit wird von dem Element bestimmt, das am geringsten vorhanden ist. Ein ausgewogener Dünger, der alle Elemente beinhaltet, ist also die Grundvoraussetzung für eine gesunde Pflanze.

Phosphor

Phosphor fördert die Wurzelbildung und unterstützt das Wurzelwachstum. Bei Neuansaaten sollten Sie einen Dünger mit höherem Phosphoranteil zur Unterstützung verwenden.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat

Saatgut

Ein qualitativ hochwertiges Saatgut ist ausschlaggebend für den Erfolg beim Aussäen. Bei der Auswahl der Mischung sollten Sie auf die Bodenbeschaffenheit, die Sonneneinstrahlung/Lage sowie die Nutzung der Rasenfläche (Spiel & Sportrasen, Zierrasen) achten.

Unsere Empfehlungen: Vitalrasen Neuansaat RAS PS-40Schatten King Schattenrasen RAS PS-21Regenerationsprofi Nachsaat RAS PS-48

Saurer Boden

Ein Boden gilt als sauer, wenn sein pH Wert niedrig ist und keine gute Pufferfähigkeit besteht. Durch häufige Regenfälle und zu geringe bzw. keine Düngung und Kalkung kann ein Boden im Laufe der Zeit versauern. Dadurch entstehen Verdichtungen, sauerstoffarme Schichten und eine geringe Verfügbarkeit verschiedener Nährstoffe.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor kohlensaurer Kalk

Sommerpflege

Bei großer Sommerhitze empfehlen wir Ihnen, den Rasen nicht zu kurz zu mähen, damit das Gras einen besseren Wasserhaushalt aufweist und keine Verbrennungen entstehen. Bei längeren Trockenzeiten sollte keinesfalls niedriger als 3-4 cm gemäht werden. Die Nährstoffe des Frühjahrsdüngers sind inzwischen aufgebraucht. Unterstützen Sie Ihren Rasen nun mit einem speziell für den Sommer zusammengestellten Langzeitrasendünger. Dieser unterstützt Ihren Rasen bis zu 14 Wochen lang, erhöht die Strapazierfähigkeit und hilft ihm, den Wasserhaushalt zu regeln.

Unsere Empfehlung: Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst 

Spindelmäher

Das Gras wird wie von einer Schere zwischen zwei Messern abgeschnitten, dadurch entsteht ein sauberer und gleichmäßiger Schnitt. Da der Spindelrasenmäher sehr kurz schneidet, muss mindestens 2 mal/Woche gemäht werden.

Unsere Empfehlung: Handspindelmäher

Stickstoff (N)

Stickstoff ist für zahlreiche Funktionen in der Pflanze verantwortlich, wie Wachstum (Blattbildung), Grünfärbung (Chlorophyllbildung), Regenerationswachstum, Eiweißbildung, Aufbau der Zellen.

Unkrautbekämpfung

Unkräuter stellen eine Nährstoffkonkurrenz für die Gräser dar. Die Ursache für die Unkrauteinwanderung sind lückenhafte Grasbestände und eine mangelhafte Nährstoffversorgung. Viele Unkräuter werden durch häufiges Mähen verdrängt. Bei anderen, wie zum Beispiel dem Löwenzahn hilft es, die Pflanzen per Hand auszustechen, bevor sie Samen bilden. Hier gilt: Je früher man beginnt, desto weniger Arbeit hat man später. Für stark befallene Rasenflächen empfiehlt sich ein selektives Unkrautmittel, welches Unkräuter vernichtet aber der Rasenpflanze nicht schadet. Danach sollte nachgesät werden. (Bitte die rechtliche Lage für die Ausbringung prüfen)

Unsere Empfehlung: Vertikutieren; Pflanzenschutzmittel; regelmäßiges Düngen und Kalken

Vertikutieren

Einmal im Jahr sollten Sie vertikutieren: Der durch das Wachstum der Gräser entstandene Rasenfilz behindert die Luftzufuhr zur Wurzel und verdichtet den Boden. Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe mit senkrecht rotierenden Messern angeritzt und der Rasenfilz sowie Moos und Unkräuter werden entfernt. Das gelockerte Material ist unbedingt zu entsorgen. Danach empfehlen wir Ihnen, die Fläche zu düngen bzw. kahle Stellen nachzusäen. Vertikutieren ist auch mit Handrechen möglich und trägt zur Moosbekämpfung bei. Wenn viel Moos vorhanden ist, sollte mehrfach im Jahr vertikutiert werden, jedoch nicht mehr im Spätherbst oder Winter.

Wiesenrispe (Poa pratensis)

Die Wiesenrispe ist für alle Rasentypen geeignet. Im Zierrasen kommen feinblättrige Sorten zum Einsatz. Die Wiesenrispe ist ein sehr strapazierfähiges und dichtes Rasengras. Eine ausreichende Stickstoffversorgung ist wichtig für die Etablierung und Entwicklung des Grases.

Unsere Empfehlung: Schatten King Schattenrasen RAS PS-21Vitalrasen Neuansaat RAS PS-40; Regenerationsprofi Nachsaat RAS PS-48