Veröffentlicht am

Fragen zum Rasen

Liebe Rasenfreunde!

Sie fragen – der Rasendoktor antwortet. Hier finden Sie die aktuellsten Fragen inkl. Antworten zum Thema Rasen. Sollten auch Sie eine Frage haben, senden Sie uns einfach eine E-Mail an office@rasendoktor.at oder eine Nachricht via Facebook.

Wieso wächst das Saatgut im Frühjahr nicht richtig an?

Damit das Saatgut im Frühjahr richtig keimen und anwachsen kann, benötigt es eine Bodentemperatur von mindestens 10°C . Bei den kühlen Temperaturen im Frühjahr benötigt das Saatgut einfach etwas mehr Zeit. Sie sollten mit ca. 3 Wochen rechnen.
Bitte denken Sie auch daran, dass das Saatgut in den ersten 7-10 Tagen (je nach Witterung) sehr feucht gehalten werden muss, um das Auflaufen (Keimen) zu unterstützen.
Gleichzeitig empfehlen wir Ihnen das Saatgut mit Kohlensaurem Kalk und unserem Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat zu unterstützen.

 

Wie hoch muss der Humusaufbau über Parkgaragen/Tiefgaragen sein?

Die Rasentragschicht/der Humusaufbau muss mindestens 10-15cm betragen.

 

Wie trage ich den Dünger richtig mit einem Schleuderdüngerstreuer auf?


Welchen Vorteil hat ein Spindelmäher gegenüber einem Rasenmäher/Sichelmäher?

Der Spindelmäher schneidet den Grashalm, wie mit einer Schere, mit 2 Messern ab. Dadurch erhalten Sie einen sauberen Schnitt und das Gras ist weniger anfällig gegenüber Krankheiten.
Der Rasenmäher/Sichelmäher schlagt den Grashalm mit einem Messer ab. Diese Mäher sind besonders für hohes Gras geeignet.

Was bedeutet NPK und wofür benötige ich diese Information?

Stickstoff (N) sorgt für ein kräftiges Wachstum der Pflanze,
Phospor (P) für die Blüten und Fruchtbildung,
Kalium (K) für die Widerstandsfähigkeit der Pflanze.

NPK Dünger stehen für die drei Hauptnährstoffelemente des Düngers. N= Stickstoff, P = Phosphor und K= Kalium. Stickstoff (N) ist für zahlreiche Funktionen in einer Pflanze verantwortlich, wie Wachstum (Blattbildung), Grünfärbung (Chlorophyllbildung), Regenerationswachstum, Eiweißbildung und Aufbau der Zellen. Stickstoff zählt zu den wichtigsten Nährstoffen für Pflanzen und Gräser, daher sollte dieser immer zur Verfügung stehen. Sollte nicht ausreichend Stickstoff (N) an Pflanzen und Gräser gegeben werden, so kann es im Rasen zu einem vermehrten Wuchs an Unkräutern kommen, wie Beispielsweise Klee, Gänseblümchen oder Löwenzahn. Stickstoff kann in zwei Varianten auf den Rasen aufgebracht werden. Es gibt eine organische bzw. auch eine mineralische Form des Stickstoffdüngers. Der Stickstoff wird bei den Pflanzen und Gräsern vorwiegend als Nitrat aufgenommen. Der Stickstoffdünger sollte aber immer in einer optimalen Menge dem Boden zugeführt werden, da eine zu hohe Konzentration an Stickstoff zu unerwünschten Nitratauswaschungen führen würde. Ein dichter Unkrautbefall könnte ein Anzeichen für einen Stickstoffmangel im Boden sein.

Phosphor (P₂O₅) fördert die Wurzelbildung und unterstützt das Wurzelwachstum. Bei Neuansaaten sollten Sie einen Dünger mit höherem Phosphoranteil zur Unterstützung verwenden. Die Phosphorversorgung ist für die Entwicklung einer dichten Rasennarbe unerlässlich.
Kalium (Ca) hilft der Pflanze bei Hitze- und Trockenstress Kalium ist ein wichtiges Element, das hohen Einfluss auf den pH- Wert im Boden hat und zugleich die Transpiration in der Pflanze regelt. Der pH- Wert bestimmt die Verfügbarkeit der Nährstoffe im Boden. Er sollte nicht zu niedrig sein und kann durch kalken geregelt werden. Der optimale pH- Wert liegt zwischen den Werten 5,5 und 6,5. In diesem schwach sauren Bereich ist es für die Pflanzen und Gräser optimal die Nährstoffe aus dem Boden zu ziehen. Um eine ausgewogene Bodennahrung zu gewährleisten, ist es ratsam von Zeit zu Zeit eine Bodenanalyse durchzuführen. Die Probe wird dazu in einem Labor auf Nährstoffmängel und Beschaffenheit des Bodens untersucht. Durch die Analyseauswertung kann festgestellt werden, welche Nährstoffe Ihrem Rasen fehlen. Eine professionelle Bodenanalyse kann zudem auch Rasenkrankheiten vorbeugen.

 

Was bedeutet RSM bei Saatgut?

RSM ist die Abkürzung für „Regel Saatgut Mischung“. Bei einer RSM-Saatgutmischung hat man die Gewähr für die gute Qualität des Saatgutes. In diesen Mischungen werden geeignete Sorten- und Artenanteile in geprüften Verhältnissen für die jeweiligen Mischungstypen eingehalten. Die Mischungen bestehen aus erprobten Gräserarten und speziellen Rasengräsersorten. Die Mindestkeimfähigkeit und die Vorgaben für Reinheit sind deutlich höher als bei üblichen preisgünstigen Mischungen. Die Samen sind hochwertiger, die Neuansaat verläuft schneller und die Pflanzen sind robuster.

 

Warum darf ich Unkrautvernichtungsmittel (Loredo Quattro, Puma Extra Hirse-Frei) nicht miteinander mischen?

Mischen Sie auf keinen Fall unterschiedliche Unkrautvernichtungsmittel miteinander!
Sie können damit Ihren Rasen verbrennen!
Bitte lesen Sie vor Gebrauch unbedingt die Produktinformation bzw. Anwendungsempfehlung!

 

Wie sieht zum Beispiel ein Plan für die Jahresdüngung aus?

Beispiel Düngeplan bei normaler Vegetation: 
um den 01.04. Rasendoktor Rasendünger für das Frühjahr und eine Neuansaat NPK 18-24-12 25 g/m²  und kohlensaurem Kalk 30 g/m²
um den 08.06. Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst NPK 20-5-20 20 g/m²
um den 01.09. Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst NPK 20-5-20 20 g/m²

Der Rasendoktor bietet dazu ein umfangreiches Komplettpaket für die perfekte Jahresdüngung.

 

Was tun gegen Hirse?

Hirse wächst hauptsächlich im Hochsommer und ist ein eher grobes Gras, das im Rasen andere Gräser schnell überwuchert. Am erfolgreichsten ist Hirse in der Anfangsphase zu bekämpfen. So viel wie möglich sollte per Hand entfernt werden, aber auch Vertikutieren bietet Abhilfe. Achtung: In der heißen Zeit sollte nicht vertikutiert werden, sondern immer nur in der Wachstumsphase des Grases. Der Grund: Die Lücken können sich danach nicht mehr schnell genug schließen. Anschließend die Fläche nachsäen und mit Rasendünger NPK 20-5-20 düngen. Bestmöglich sollte Hirse bei Wiederauftreten rasch entfernt werden. Der Samen der Hirse überlebt bis zu 80 Jahre im Boden! Wenn der Rasen nicht dicht genug ist oder schwächelt, reichen wenige Sonnenstrahlen um ihn keimen zu lassen. Hirse stirbt im Herbst, hinterlässt jedoch kahle Stellen, welche nachgesät werden sollten.

In Österreich darf auch das Pflanzenschutzmittel Puma Extra Hirsefrei verwendet werden.

 

Was tun gegen Klee?

Klee ist per Hand schwer zu entfernen, da er sich über die Wurzeln am Boden wunderbar weiterverteilt und Sie so nie alles wirklich abtöten können. Irgendwo bleibt der Klee übrig und kommt dann wieder nach – da muss man wirklich ständig dran bleiben.

Vertikutieren ist generell ein guter Ansatz (Vorsicht bei Hitze).

Wenns es sich um viel Klee handelt, dann am besten mit Loredo Quattro spritzen, Reste entfernen, nachsäen, düngen und schnell reagieren wenn etwas nachkommt oder nachspritzen wenn etwas nicht gleich weggeht. Umweltschonender ist natürlich wieder per Hand. Allerdings müssen große Flecken eben auch nachgesät werden.

Heil/Unkräuter wachsen leider viel schneller über die Lücken wenn wir sie lassen.

 

Wann soll gedüngt werden?

Die Bedürfnisse Ihres Rasens verändern sich im Laufe des Jahres.
Wir empfehlen Ihnen dreimal pro Jahr zu düngen und dafür den, extra für diese Jahreszeit zusammengestellten, Dünger zu verwenden.

Ihr Rasen benötigt im Frühjahr mehr Nährstoffe um in der Wachstumsperiode gut versorgt zu sein. Mit dem richtigen Frühjahrsdünger geben Sie ihm schon den Grundstock für den Sommer mit. Planen Sie die Frühjahrsdüngung zwischen März und Mai (je nach Standort und Witterung) ein. Wir empfehlen unseren Rasendoktor Starter Rasendünger für das Frühjahr und eine Neuansaat, der durch den hohen Stickstoff- und Phosphoranteil das Wurzelwachstum und die Keimung der Pflanze fördert.

Im Frühsommer sollten Sie Ihren Rasen zum zweiten Mal düngen und ihn damit auf die Sommerhitze vorbereiten. Verwenden Sie unseren Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst, dieser gibt seine Nährstoffe durch die Langzeitwirkung bis zu 14 Wochen an ihren Rasen ab.

Eine dritte Düngung empfehlen wir Ihnen im Herbst. Der extra dafür konzipierte Rasendoktor Rasendünger für Sommer und Herbst bereitet Ihren Rasen optimal auf die Wintermonate vor. Diese Düngung sollten Sie zwischen Ende August bis spätestens Ende Oktober einplanen. Damit sind die Gräser optimal für den Winter gerüstet und können im Frühjahr wieder eine dichte und gesunde Grünfläche bilden.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt um einen Rasen anzulegen?

Das Frühjahr bietet den idealen Zeitpunkt für eine Rasenneuanlage, da die gesamte Natur einen enormen Wachstumsschub bekommt. Die zweite Möglichkeit zur Neuanlage haben Sie im Herbst, wenn die heißen Sommertemperaturen vorbei sind.

Ganz gleich wann Sie Ihren Rasen neu anlegen wollen, beachten Sie, dass der Boden eine ständige Temperatur von ca.  8-10°C haben muss, damit das Saatgut zu wachsen beginnt.

Verwenden Sie für eine Rasenneuanlage speziell geeignetes Saatgut. Wir empfehlen unseren Rasendoktor Vitalrasen Neuansaat RSM 3.1.

 

Wie wird ein Rasen richtig angelegt?

Sorgen Sie dafür, dass der Boden gut gelockert und von Unkraut und Steinen frei ist. Bereiten Sie den Untergrund durch Aufrauen auf das Saatgut vor.

Wir empfehlen Ihnen das Saatgut mit einem Schleuderdüngerstreuer aufzubringen, dies gewährleistet Ihnen ein gleichmäßiges Streubild. Danach rechen Sie das Saatgut vorsichtig ein (nicht unterrechen, nur mit dem aufgerauten Boden verbinden!).

Befestigen Sie das Saatgut mittels einer Rasenwalze oder Trittbrettern.

Um Ihre Ansaat optimal zu unterstützen empfehlen wir Ihnen gleichzeitig den eigens dafür zusammengestellten Rasendoktor Starter Rasendünger für Frühjahr und Neuansaat sowie Rasendoktor kohlensauren Kalk zu streuen. Dadurch wächst Ihr Rasen schneller und dichter an.

Wichtig ist, dass Sie die Produkte hintereinander in den Schleuderdüngerstreuer geben und nicht gleichzeitig, da Größe und Gewicht der Produkte unterschiedlich sind.

Um das Auflaufen (Keimen) des Saatguts zu unterstützen, sorgen Sie dafür, dass in den nächsten 7-10 Tagen der Boden immer feucht gehalten wird.

 

Woher weiß ich ob mein Rasen krank ist?

Wir haben für Sie hier die häufigsten Rasenkrankheiten beschrieben und Behandlungen vorgeschlagen.

 

Wie bewässert man einen Rasen richtig?

Die Bewässerung des Rasens ist im Sommer, insbesondere bei längeren Phasen ohne natürlichen Niederschlag, die wichtigste Pflegemaßnahme. Man muss mit dem Bewässern beginnen, bevor die Trockenschäden sichtbar sind. Hierbei gibt es verschiedene Dinge, die zu beachten sind:

Der Boden im Garten ist entscheidend für die Beregnungsmenge, das Intervall und die Dauer. Sandige Böden lassen das Wasser besser nach unten, trocknen aber schneller aus, daher bis zu drei Mal die Woche bewässern, dafür nicht extrem lange. Lehmige Böden durchdringt das Gießwasser langsamer, dafür halten sie es wesentlich länger. Böden mit hoher organischer Masse halten das Wasser im oberen Bereich lange, allerdings empfiehlt es sich, den Rasenfilz zu durchstechen, damit das Wasser in tiefere Regionen des Bodens dringen kann.

Generell gilt: Lieber einmalig ausreichend lange bewässern, als sehr häufig nur ein wenig. Man sollte vermeiden, nur die oberen 2-3cm nass zu halten. Dies fördert Unkräuter in der Grasnarbe und die Rasenwurzeln im tieferen, weiterhin sehr trocknen Bereich, sterben ab. Dazu verdunstet sehr viel des Wassers an der Oberfläche und ist daher als verschwendet zu betrachten.

Der optimale Zeitpunkt der Bewässerung ist am frühen Morgen. An heißen Tagen und unter Trockenstress schließen die Pflanzen zum eigenen Verdunstungsschutz ihre Stomata (Schließzellen zur Regulierung des Gasaustausches und der Verdunstung). Auch abends ist die Bewässerung zur Regeneration möglich, bietet aber auch die Gefahr, dass sich durch die daraus resultierende Feuchtigkeit in der Grasnarbe über die gesamte Nacht verschiedene Pilzkrankheiten ausbreiten können.

Einige Profis, zum Beispiel auf Golfplätzen, nutzen an heißen Tagen das Prinzip der Abkühlung der Pflanze, um Hitzestress zu reduzieren (sog. „Syringing“). Dazu wird die Pflanze in einem sehr kurzen Intervall durch Beregnungswasser abgekühlt. Nach wissenschaftlichen Studien hat dieses Prinzip einen sehr kurzweiligen Effekt und ist bei sehr kaltem Brunnenwasser sogar nachteilig für die Pflanze.